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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und
  • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 HGB.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

1. Die Anwendung des IFRS 10

Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang insbesondere zum Status der DBAG als Investmentgesellschaft (Ziffer 4.1) sowie zum Konsolidierungskreis (Ziffer 4.2) und zu Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden (Ziffer 7).

Das Risiko für den Abschluss
Der Konzernabschluss der DBAG wird unter der Voraussetzung aufgestellt, dass die Muttergesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft im Sinne des IFRS 10 erfüllt. Voraussetzung für den Status als Investmentgesellschaft ist unter anderem die Erbringung von vermögensverwaltenden Dienstleistungen.

Diese vermögensverwaltenden Dienstleistungen werden seit dem Berichtsjahr über die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG und die DBG Advising GmbH & Co. KG erbracht. Um dies zu erreichen, musste der Gesellschaftsvertrag der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG im Berichtsjahr geändert werden, und die DBG Advising GmbH & Co. KG wurde neu gegründet. Aus diesem Grund musste im Berichtsjahr beurteilt werden, ob es sich bei beiden Gesellschaften nach IFRS 10 um vollzukonsolidierende Tochterunternehmen handelt. Die Auslegung des IFRS 10 ist im Hinblick auf die Anwendung der Regelungen zu Investmentgesellschaften sowie der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, komplex und ermessensbehaftet.

Wir haben daher für den Abschluss ein Risiko darin gesehen, dass die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG und die DBG Advising GmbH & Co. KG nicht standardkonform in den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses einbezogen werden und dies Auswirkungen auf die Erfüllung der typischen Merkmale der DBAG als Investmentgesellschaft nach IFRS 10 hat. Zudem besteht das Risiko, dass die erforderlichen Anhangangaben unvollständig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben uns zunächst durch Befragungen von Mitarbeitern und des Finanzvorstands sowie durch Einsichtnahme in Protokolle des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Verständnis über die Hintergründe der gesellschaftsvertraglichen Veränderungen verschafft sowie die entsprechenden Verträge und die unternehmensinternen Dokumentationen eingesehen.

Auf dieser Grundlage haben wir die Anwendung der Investmentgesellschaftsdefinition des IFRS 10 auf die DBAG, die durch die gesetzlichen Vertreter vorgenommen wurde, nachvollzogen und auf Standardkonformität hin überprüft. Schließlich haben wir auf Basis der gesellschaftsvertraglichen Regelungen sowie in der Gesamtwürdigung der Verhältnisse der DBAG zu der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG und der DBG Advising GmbH & Co. KG die Analyse der gesetzlichen Vertreter, ob Beherrschung im Sinne des IFRS 10 besteht, nachvollzogen und auf Basis unserer Auslegungserfahrungen und bestehender Kommentarliteratur geprüft. Ferner haben wir die Angemessenheit der zugehörigen Anhangangaben beurteilt.

Unsere Schlussfolgerung
Die Würdigung der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG sowie der DBG Advising GmbH & Co. KG als Tochterunternehmen der DBAG entspricht unserem Verständnis des Beherrschungskonzepts nach IFRS 10. Die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter, dass die DBAG weiterhin eine Investmentgesellschaft nach IFRS 10 ist, ist daher sachgerecht. Die zugehörigen Erläuterungen im Konzernanhang sind angemessen.

2. Die Bewertung der Finanzanlagen

Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Ziffer 6), zu zukunftsbezogenen Annahmen und sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten (Ziffer 8), zu den Finanzanlagen (Ziffer 18), zum Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft (Ziffer 9), zu den Finanzinstrumenten (Ziffer 33) und die Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen (Ziffer 38) sowie auf die Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht zu der wirtschaftlichen Lage des Konzerns.

Das Risiko für den Abschluss
Der Abschlussposten „Finanzanlagen“ beträgt EUR 261,3 Millionen und besteht im Wesentlichen aus den auf die DBAG entfallenden Anteilen an den gemäß IFRS 10.31 nichtkonsolidierten konzerninternen Investmentgesellschaften. Diese Anteile werden nach IFRS 13 zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertet.

Aufgrund des Sum-of-the-Parts-Verfahrens wirken sich insbesondere Veränderungen des Zeitwerts der Portfoliounternehmen auf die Zeitwerte der Anteile an den Co-Investitionsvehikeln aus. Zudem werden die Zeitwerte der auf die DBAG entfallenden Anteile an den Co-Investitionsvehikeln um Carried Interest vermindert.

Der zur Ermittlung der Zeitwerte der Portfoliounternehmen implementierte Bewertungsprozess des IFRS 13 ist komplex. Überwiegend kommt bei der Zeitwertermittlung der Portfoliounternehmen das Multiplikatorverfahren zur Anwendung. Die erforderlichen Bewertungsannahmen sind ermessensbehaftet, da sie nicht am Markt beobachtbar sind. Für die Berücksichtigung von Carried Interest bei der Zeitwertermittlung der Anteile an den Co-Investitionsvehikeln ist eine komplexe und ermessensbehaftete Einschätzung über die Wahrscheinlichkeit des künftigen Erreichens der gesellschaftsrechtlichen Bedingungen erforderlich.

Für den Abschluss besteht das Risiko, dass die bei der Bewertung der Finanzanlagen zugrunde liegenden beizulegenden Zeitwerte der Portfoliounternehmen nicht die Anforderungen des IFRS 13 erfüllen und daher nicht in angemessener Höhe geschätzt werden. Zudem besteht das Risiko, einer nicht sachgerechten Berücksichtigung von Carried Interest bei der Ermittlung der Zeitwerte der auf die DBAG entfallenden Anteile an den Co-Investitionsvehikeln. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die erforderlichen Anhangangaben nicht angemessen sind.

Unsere Vorgehensweise bei der Prüfung
Wir haben uns zunächst ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Portfoliounternehmen verschafft und gewürdigt, ob die Bewertungsrichtlinie in ausreichender und angemessener Weise die Anforderungen des IFRS 13 umsetzt. Um uns ein Verständnis über die organisatorische Ausgestaltung des Bewertungsprozesses zu verschaffen, haben wir im Rahmen einer Aufbauprüfung des Bewertungsprozesses die daran Beteiligten befragt und Prozessbeschreibungen, Statusreports, Bewertungsdokumentation sowie Sitzungsprotokolle eingesehen. Auf dieser Grundlage haben wir die Angemessenheit der eingerichteten Kontrollen, insbesondere im Hinblick auf die Kontrolle der Bewertungsvorschläge durch den Bewertungsausschuss, beurteilt.

Ferner haben wir uns die vom Bewertungsausschuss nach jedem Abgang eines Portfoliounternehmens vorgenommene Analyse, ob und wieweit der realisierte Wert von dem zuletzt ermittelten beizulegenden Zeitwert abweicht (sog. „Backtesting“), erläutern lassen und gewürdigt, welche Rückschlüsse für die Güte der Bewertung insgesamt gezogen wurden.

Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen haben wir unter anderem die Dokumentation der Wertermittlung der beizulegenden Zeitwerte aller Portfoliounternehmen dahingehend gewürdigt, ob die Wertermittlung aller Portfoliounternehmen nach dem von dem Unternehmen festgelegten Bewertungsprozess erfolgte. Bei Portfoliounternehmen, die erstmals zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfasste die Würdigung auch das Vorliegen der Voraussetzung für die Auswahl des angewandten Bewertungsverfahrens. Darüber hinaus haben wir die Berechnung aller Zeitwerte für alle Portfoliounternehmen nachvollzogen.

Die nicht beobachtbaren Bewertungsannahmen haben wir basierend auf einer risikoorientierten bewussten Auswahl geprüft. Für die Schätzung des nachhaltigen Ergebnisses der ausgewählten Portfoliounternehmen haben wir uns davon überzeugt, dass diese Schätzung aus der jeweiligen Unternehmensplanung abgeleitet wurde und diese auf Ebene des Portfoliounternehmens von dessen Überwachungsorgan genehmigt wurde. Bei Adjustierungen der Unternehmensplanungen durch die Deutsche Beteiligungs AG haben wir die dokumentierte Begründung eingesehen und mit den zuständigen Mitarbeitern erörtert. Ferner haben wir ausgewählte werttreibende Annahmen der Unternehmensplanung (z. B. EBITDA-Margen und Umsatzwachstum) verglichen, ob diese in einer Bandbreite liegen, die wir aus externen Informationen zu den korrespondierenden Leistungsindikatoren von Vergleichsunternehmen abgeleitet haben. Bezüglich der Ergebnismultiplikatoren für die Anwendung des Multiplikatorverfahrens haben wir unter Hinzuziehung unserer Bewertungsspezialisten die sachgerechte Ableitung der Gruppe der Vergleichsunternehmen sowie der Multiplikatoren aus Unternehmens- und Kapitalmarktdaten der Vergleichsunternehmen gewürdigt. Ebenso haben wir bei der Anwendung von DCF-Verfahren in Bezug auf den Kapitalisierungszinssatz unsere Bewertungsspezialisten hinzugezogen und die zugrunde liegenden Annahmen (insbesondere risikofreien Zinssatz und Marktrisikoprämie) mit öffentlich verfügbaren Daten verglichen und gewürdigt.

Bezüglich des Carried Interest haben wir unter anderem auf Basis der gesellschaftsvertraglichen Regelungen die Einschätzung des Managements gewürdigt, ob die Bedingungen für Carried Interest eingetreten sind. Die Ermittlung des Carried Interest haben wir nachgerechnet. Bei den Investmentgesellschaften, bei denen das Management davon ausgeht, dass die Bedingungen für Carried Interest noch nicht eingetreten sind, haben wir die dieser Einschätzung zugrunde liegende Dokumentation über die Wahrscheinlichkeit des künftigen Erreichens der gesellschaftsrechtlichen Bedingungen mit dem Finanzvorstand erörtert und gewürdigt.

Schließlich haben wir die Angemessenheit der zugehörigen Anhangangaben beurteilt.

Unsere Schlussfolgerungen
Die Anforderungen des IFRS 13 werden durch den von der DBAG eingesetzten Bewertungsprozess sachgerecht umgesetzt. Die Ermessensentscheidungen im Hinblick auf die der Bewertung der Portfoliounternehmen zugrunde liegenden Bewertungsannahmen sowie die Berücksichtigung von Carried Interest sind im Hinblick auf die Anforderungen des IFRS 13 sachgerecht ausgeübt. Die zugehörigen Erläuterungen im Konzernanhang sind angemessen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
  • holen wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzes- entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Februar 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt und nachfolgend vom Aufsichtsrat mündlich beauftragt. Der Prüfungsauftrag wurde mit Schreiben vom 14. Juni 2017 dokumentiert. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1984/1985 als Konzernabschlussprüfer der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Lars Erik Bertram.

Frankfurt am Main, den 22. November 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

BertramDr. Faßhauer
WirtschaftsprüferWirtschaftsprüfer